Montag, 17. April 2017

Februar/März 2017 - 2 Monate, 1 Blogeintrag

Der Februar war einer der ereignisärmeren Monate, was aber sicher auch daran lag, dass es auch ein eher kurzer Monat war. Dennoch gab es das ein oder andere Highlight bzw. Ereignis, dass im Kopf geblieben ist. Zu Beginn des Monats hatten wir eine der außergewöhnlichsten Gruppen im Camp zu Gast, die sogenannte FurCoNZ. Um sie in wenigen Worten zusammenzufassen: Erwachsene Menschen, die sich als Tiere oder Fantasiewesen verkleiden und ein buntes Programm aus unterschiedlichsten Spielen und Wettbewerben veranstalten. Das Wochenende, an dem diese Gruppe hier war lässt sich ohne weiteres als sehr verrückt und außergewöhnlich beschreiben, was jetzt aber nicht heißen soll, dass die "Furries" eine schlechte Gruppe waren, eher das Gegenteil  war nämlich der Fall.
Die "Furries" samt Kostümen
Nach ein paar Tagen, an dem alles seinen gewohnten Lauf ging, hatten Conny, Felix und ich ein langes Wochenende zusammen frei, welches wir für einen Besuch in Napier nutzten.
Unterwegs in Napier

Napiers Containerhafen
Neben dem Besuch im "National Aquarium of New Zealand" und einem kurzen Stadtbummel durch Napier gehörte die Wanderung zum Cape Kidnappers zu meinen persönlichen Favoriten (unser "leicht" verhauenes Abendessen am ersten Abend gehörte übrigens nicht zu diesen).
Nemo und Dory, live und in Farbe im National Aquarium
Zum Cape Kidnappers ging es über 10 km, vorbei an Klippen, am Strand entlang, bis wir dann letzten Endes die riesige Gannet-Kolonie (das sind Vögel ;)) am Ende des Capes erreichten. Glücklicherweise hat auch das Wetter mitgespielt und so hatten wir nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern mussten uns auch nicht ärgern wenn wir mal nass wurden (der Weg führt nämlich direkt am Meer entlang und lässt sich nur bei Ebbe begehen, wir waren allerdings ein wenig zu früh da, daher waren einige Teile des Weges noch überflutet).
Weg zum Cape Kidnappers

Cape Kidnappers


Die Gannet-Kolonie des Capes


Am darauf folgenden Wochenende besuchten uns Anne und ihr Bruder. Ursprünglich hatten wir uns überlegt, das Tongariro Crossing gemeinsam zu bestreiten, da das Wetter allerdings nicht mitspielte, verbrachten wir einen regnerischen Tag in Taupo, mit Pizzabacken und einem anschließendem Besuch im Kino. Eine Woche später hatte sich das Wetter dann wieder stabilisiert und dieses Mal hatten nur Conny und ich das Wochenende gemeinsam frei. Conny hatte auf "bookme" ein Angebot für eine Segeltour zu den Maori Rock Carvings gefunden und daher zögerten wir nicht lange und schlugen zu. Nachdem wir aufgrund eines Staus zwischen unserem Camp und Taupo schon gefürchtet hatten, dass wir unsere Tour verpassen, schafften wir es schließlich doch noch pünktlich und konnten eine wirklich schöne Segeltour bei perfektem Wetter, samt Schwimmen bei den Rock Carvings genießen.
Unterwegs zu den Maori Rock Carvings



Die Carvings von unserem Boot aus
Anfang März wollten Laura und Conny dann auch endlich mal das Tongariro Crossing in Angriff nehmen und da ich ebenfalls nicht arbeiten musste, schloss ich mich den beiden an, da ich auch noch auf den Mt. Ngaurahoe laufen wollte (besser bekannt als Mt. Doom aus Herr der Ringe). Den Anfang des Crossings liefen wir noch alle zusammen, nach ein paar Kilometern bog ich dann allerdings ab um den Vulkan in Angriff zu nehmen. Der "Weg" hinauf darf eigentlich nicht Weg genannt werden, im Grunde ist es nämlich nur ein sehr steiles Geröllfeld, dass man irgendwie hinaufkommen muss. In meinem Fall hieß das, auf allen Vieren, zwei Schritte nach oben und wieder einen Schritt nach unten zu rutschen. Nach ca. einer Stunde hatte ich es dann endlich geschafft und wurde sogleich mit einer atemberaubenden Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler, aber auch mit einem sehr starken Wind belohnt, der mich beinahe wieder vom Gipfel herunterwehte. Nach einer kurzen Pause am Gipfel nahm ich dann den Abstieg in Angriff, welcher sich jedoch als deutlich einfacher herausstellte, da man mehr oder weniger hinunterrutschen konnte. Dennoch musste man aufpassen, dass man nicht von von oben hinunterrollenden Steinen getroffen wird. Der Rest des Crossings verlief jedoch mehr oder weniger flüssig, auch wenn sich der letzte Part, welcher den Berg hinunter und durch einen Wald führte sehr zog, da mir das Wasser kurz vorher ausgegangen war (leider war der "letzte Part" 10 km lang).

Aussicht vom Mt. Ngaurahoe

Die ersten Sonnenstrahlen auf dem Weg nach oben

Mt. Ngaurahoe

Kurze Zeit später kamen drei Freunde von Conny (Albert, Igor und Maxi) für ein paar Tage zu Besuch, mit denen wir uns unter anderem erbitterte UNO-Partien lieferten. Letzterer besitzt übrigens auch einen Youtube-Kanal, auf dem er regelmäßig Vlogs über seinen Aufenthalt in Neuseeland hochlädt, Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall: https://www.youtube.com/channel/UCay8hVWwoG5awtw552grFnQ . In der selben Woche hatten wir die erste Hochzeitsgruppe seit meiner Ankunft im Camp zu Gast. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass unser Camp hochzeitstauglich sein könnte, allerdings war unser Camp kaum wieder zu erkennen, nachdem die Hochzeitsgemeinschaft alles dekoriert hatte. Unsere Aufgabe bestand hauptsächlich aus dem Bewirten der Gäste, dementsprechend lang wurde dann auch der Tag. Alles in allem hielt ich die Feier selbst für gelungen und ich hätte vorher nie damit gerechnet, dass so etwas in unserem Camp möglich wäre. In der darauf folgenden Woche machte sich Conny auf den Weg nach Auckland, um seine Eltern dort am Flughafen abzuholen und eine Woche mit ihnen das Cape Reinga zu bereisen. Diese Chance ließen wir uns natürlich nicht entgehen, also füllten wir sogleich Connys Zimmer mit 300 Luftballons.
Leider entwickelte sich das ganze zu einem regelrechten Running-Gag, da die Luftballons zunächst von Connys in mein, dann in Felix', von dort wieder in mein und schließlich wieder in Connys Zimmer wanderten, bevor wir uns dann dazu entschieden diese platzen zu lassen und alle zusammen zu entsorgen. Nachdem Conny mit seinen Eltern wieder im Camp ankam, grillten wir noch zusammen, bevor ich am selben Abend selbst zunächst zum Finlay Park und dann nach Auckland aufbrach, um meine Eltern und meinen Bruder abzuholen, und mit diesen eine Woche das Cape Reinga zu bereisen. Dazu gibt es dann aber noch einmal einen extra Eintrag ;)

Das war es nun auch erstmal wieder von mir.
Bis dahin!

Sonntag, 5. März 2017

Januar 2017 - Camps & Events

Mit unserer Rückkehr aus dem Travelmonth kam auch der normale Alltag wieder zurück und somit auch die Arbeit. Da wir unseren Travelmonth ja ein wenig verschoben hatten, um bei den Kids Camps im Januar wieder anwesend sein zu können, ging es nur wenige Tage nach unserer Rückkehr auch schon direkt mit diesen los. Vorher nutzten wir jedoch noch ein freies Wochenende, um nach Hobbiton zu fahren (das war ja unser Geburtstagsgeschenk für Conny). Für diejenigen, die es nicht wissen: Hobbiton ist im Grunde ein Filmset, das für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Gedreht wurden hier zum Beispiel Teile der "Herr der Ringe"- und "Hobbit"-Filme. Obwohl dort sehr viele Menschen unterwegs waren ist es unserem Guide gelungen, dass man sich dennoch irgendwie alleine auf dem Set gefühlt hat. Uns allen hat der Besuch dort sehr gut gefallen (selbst denjenigen von uns, die, man glaubt es kaum, noch nie etwas von "Herr der Ringe" gehört hatten) und wir waren alle von der Genauigkeit des Sets fasziniert, auf jedes noch so kleinste Detail wurde geachtet und keine Hobbithöhle sah gleich aus.




Ein Überblick über das Set

Bag's End, das Haus der Protagonisten der "Herr der Ringe"- und "Hobbit"-Filme (Frodo und Bilbo Beutlin)

Wir MiCamp-Freiwilligen vor einer Hobbithöhle


Auch den Vögeln scheint es hier gut gefallen zu haben (die sind übrigens echt :D )

Aber zurück zum Kids Camp. Das Motto der Camps war Kiwiana, es ging also um typische neuseeländische Themen. Dementsprechend konnten wir nicht so viel bei der Organisation mithelfen, wohl aber bei der Ausführung des Camps und der zahlreichen Aktivitäten, zu welchen sowohl sportliche, als auch kreative Stationen (z.B. Steine bemalen, einen Haka (Kriegstanz der Maori) lernen) gehörten. Eines meiner persönlichen Highlights des Camps war es jedoch, dass ich im Worship-Team mithelfen und dort Gitarre spielen konnte. Wie beim letzten Kids Camp, gab es auch dieses mal wieder zwei, eines in unserem Hauptcamp in Taupo, das andere in unserem Zweitcamp in Whakamaru. Zwischen diesen gab es jedoch eine Woche Pause, in welcher wir nach Tauranga bzw. zum Mt. Maunganui gefahren sind, um dort zu unserem Midterm-Camp zu gehen. Dies war eine verpflichtende Veranstaltung und Teil unseres Freiwilligendienstes. Das Hauptthema war Selbstreflektion, jedoch stand auch die Vorbereitung auf die zweite Hälfte unseres Freiwilligendienstes im Vordergrund. Neben den Seminarbausteinen, in welchen viel über oben genannte Themen geredet und diskutiert wurde, blieb aber auch noch viel Zeit um an den Strand zu, die Stadt zu erkunden oder sich einfach nur mit den anderen Freiwilligen über die schon vergangene Zeit auszutauschen. Nachdem wir wieder zurückkamen ging es eigentlich auch sofort mit dem zweiten Teil des Kids Camps (in Whakamaru) weiter. Dieses verlief ebenfalls größtenteils recht flüssig und so stand nach ein paar weiteren Arbeitswochen das letzte große Highlight des Januars an: Festival One. Da wir ja anstelle des ursprünglich festgelegten halben Jahres alle ein ganzes Jahr im MiCamp geblieben sind, waren die Karten für dieses Festival im Grunde das Dankeschön dafür. Fesitval One selbst ist ein christliches Musik-Festival, mit überwiegend neuseeländischen Bands, es waren jedoch auch Acts aus Amerika und Australien da. Da die Frewilligen aus dem Finaly-Park auch auf dem Fesitval waren, haben wir uns einen Stellplatz für unsere Zelte geteilt und auch die meisten Konzerte zusammen besucht. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich keine hohen Erwartungen an das Event hatte, was unter anderem auch damit zusammenhang, dass ich keinen der Bands und Küstler kannte. Glücklicherweise wurde ich aber eines besseren belehrt, da nicht nur die Stimmung viel besser war als erwartet, sondern auch viele wirklich höhrenswerte Bands aufgetreten sind (z.B. Airports, Skymachine oder Beautiful Eulogy).

Eine der Bühnen



Ein Ausschnitt des Fesitvalgeländes
So das war es nun erstmal wieder von mir. Einen schönen Tag euch und bis dahin :D

Sonntag, 12. Februar 2017

Travelmonth Woche 5

Tag 29: Von Karamea nach Nelson

Durch unseren Abstecher nach Karamea war unser Zeitplan ein wenig verrückt, daher mussten wir mal wieder fast einen gesamten Tag dem Autofahren opfern. Unsere Fähre sollte nämlich am 02.01 um 2:00 Uhr morgens in Picton abfahren. Theoretisch sollte also genug Zeit sein um gemütlich zurückfahren zu können. Allerdings sah unser Plan ein wenig anders aus, wir hatten nämlich noch zwei Programmpunkte auf unserer Liste: Kayakfahren im Abel Tasman Nationalpark und Silvesterfeiern in Nelson. Ersteres sollte schon am 30.12 stattfinden, damit wir am 31. sicher einen Stell- bzw. Schlafplatz auf unserem heiß geliebten Campingparkplatz (siehe Anfang des Travelmonths)  hatten. Also hieß es noch schnell eine Tour für 5 zu buchen, eine Aufgabe, die sich als stressiger herausstellte als gedacht. Letzden Endes war aber eine Tour gebucht und wir kamen sogar früher als geplant in Nelson an. Da das Wetter außerordentlich gut war (der neuseeländische Sommer hatte sich schließlich doch noch dazu entschieden sich zu zeigen), entschieden wir uns den Rest des Tages am Strand zu verbringen und dort schwimmen zu gehen, bevor wir uns zurück auf unseren Parkplatz begaben und Kraft für die Kayaktour am nächsten Tag sammelten.
Am Strand von Nelson

Tag 30: Die Kayaktour im Abel Tasman

Einer unserer letzter Tag auf der Südinsel brach an und mit ihm unsere letzte große Outdooraktion. Eine eintägige Kayaktour (Die Soulfood-Tour von Abel Tasman Kayaks) stand an und obwohl ich zugegebenermaßen recht hohe Ansprüche und Erwartungen an diese hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Da in unserer Tour kein Wassertaxi mit eingeplant war, ging es, nach einer kurzen Einführung in die Besonderheiten der Doppelkayaks, mehr oder weniger direkt in den Ozean.


Conny, Laura, Magda und ich in unseren Kayaks

Nachdem wir für einige Stunden entlang der Küste und vorbei an den Stränden und Wäldern gepaddelt sind, war es Zeit für eine kleine Mittagspause, welche wir an einem einsamen Strand unweit eines ehemaligen Maori-Aussichtspunkts hielten. Über einen kleinen Wanderweg ließ sich dieser auch erreichen und somit gingen wir und die meisten anderen Teilnehmer unserer Tour auf eine kleine Erkundungstour.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt


Am Aussichtspuntk selbst


Danach ging es etwas weiter hinaus auf das offene Wasser und an zwei Inseln vorbei wieder zurück in Richtung unseres Startpunktes. Auf der zweiten Insel hielten wir noch einmal an und schoben eine weitere kurze Pause ein.
Der Strand, an dem unsere zweite Pause stattfand

Zeitvertreib durch Frisbeespielen :D

Da auf der langen Gerade von der Insel bis zu unserem Startplatz der Wind günstig stand konnten wir sogar zurücksegeln, was einen gelungenen Abschluss unserer Tour bildete.
Als Kolonne am Zurücksegeln

Geschafft aber glücklich fuhren wir (oder zumindest ich :D) wieder nach Nelson zurück und nach einem erstaunlich gut gelungenem Abendessen erklärten wir den Tag dann auch für beendet.

Tag 31: Neujahr in Nelson

Den Vormittag des 31. verbrachten wir abermals am Strand, zum Abend hin begaben wir uns allerdings in die Innenstadt Nelsons um dort an der großen Silvesterparty teilzunehmen. Zunächst sah auch alles gut aus und obwohl es kein Feuerwerk gab, kamen wir alle gut in das neue Jahr. Genau fünf Minuten nach Mitternacht wurde allerdings alles abgebaut und die Menschen gingen alle wieder nach Hause. Etwas enttäuscht über dieses plötzliche Ende gingen wir also wieder zurück zu unseren Autos und feierten noch ein wenig im kleinen Kreis weiter.

Tag 32: Ab nach Picton // Tag 33: Back Home again

Die nächsten zwei Tage verschwammen irgendwie zu einem. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Picton. Dort sollte ja, wie bereits erwähnt unsere Fähre in der Nacht abfahren. Da es in Picton selbst jedoch wenig zu tun gibt, setzten wir uns noch in ein kleines Restaurant und aßen dort zu Abend. Danach fuhren wir zum Check-In unseres Fährenanbieters und versuchten noch ein wenig zu schlafen, bevor es um 1:00 Uhr nachts auf die Fähre ging, welche um 2:00 Uhr abfahren sollte. Die Überfahrt selbst verbrachten wir auf dem Oberdeck im Freien, in der Hoffnung, doch noch einen guten Sternenhimmel zu sehen. Alles in allem klappte dies auch, nur die schiffseigene Beleuchtung trübte die Sicht ein wenig. In Wellington angekommen entschlossen wir uns kurzerhand dazu, direkt wieder nach Taupo zu fahren und ohne weitere große Zwischenstoppe erreichten wir unser Ziel, womit ein Monat voller neuer Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen schließlich beendet war.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Travelmonth Woche 4

Nach einer etwas längeren, nun ja nennen wir es mal "künstlerische Pause", hier nun endlich die lang erwartete vierte Woche unseres Travelmonths.

Tag 22: Auf dem Weg nach Christchurch

Nach einigen entspannten Tagen am Lake Tekapo, ging es nun für uns weiter in Richtung Christchurch. Auf unserem Weg dorthin stoppten wir an einigen interessanten Stellen der südlichen Canterbury-Region. Eine davon war zum Beispiel der Peel-Forest. In diesem knapp 8 Quadratkilometer großen Wald gibt es unzählige Wanderwege, welche allerdings bis zu 10 Stunden Laufzeit benötigen. Da wir allerdings recht knapp an Zeit waren entschlossen wir uns den kürzesten Weg zu einem der größten Bäume Neuseelands zu laufen.
Der "Big Tree" macht seinem Namen alle Ehre
Danach ging es weiter nach Geraldine, wo wir unserem (seit neuestem) Lieblingssoßenhersteller Barkers (keine Schleichwerbung :D) noch einen Besuch abstatteten, und natürlich auch bei passender Gelegenheit die Gunst des Werksverkaufs ausnutzten. Schlussendlich ging es weiter nach Christchurch. Dort angekommen fuhren wir zunächst einmal in die Innenstadt, um uns dort ein Bild von den Auswirkungen des 2011-Erdbebens zu machen und außerdem Quake-City zu besuchen, ein Museum, welches ganz den Erdbeben der Jahre 2010 und 2011 und deren Auswirkungen gewidmet ist. (Kleine Anmerkung: Die oben erwähnten Erdbeben gehören zu den stärksten und folgenreichsten, die Christchurch jemals erlebt hat. Nahezu die gesamte Innenstadt wurde entweder zerstört oder beschädigt. Selbst jetzt noch, also 5 bzw. 6 Jahre später lassen sich die Folgen noch deutlich sehen.)


Spuren des 2011-Erdbebens

Spuren des 2011-Erdbebens

Tag 23: Christchurch


Den nächsten Tag nutzten wir dazu, Christchurch etwas mehr zu erkunden. So wurden zum Beispiel die botanischen Gärten besichtigt, wir statteten einer der Buchhandlungen einen Besuch ab und wanderten einfach ein bisschen durch die Straßen Christchurch. Dabei fiel einem immer wieder der Kontrast zwischen bereits wiederaufgebauten Stadtteilen und noch in Trümmern liegenden auf. Abgesehen davon machten wir uns auch noch auf die Suche nach einem schönen Restaurant, in welchem wir am nächsten Tag zu Heiligabend essen gehen wollten. Alles in allem also ein recht beschaulicher und entspannter Tag. Es gab da nur ein Problem. Parken. Da wir natürlich zu geizig waren ein kostenpflichtiges Parkticket zu lösen, stellten wir uns in ein Parkhaus, in welchem man 2 Stunden gratis parken konnte. Unglücklicherweise verbrachten wir ca. 6 Stunden in der Stadt. Dies hatte zur Folge, dass alle zwei Stunden einer von uns zum Auto laufen, und dieses umparken musste. Wäre ja auch zu schade gewesen, wenn wir mal keinen Stress gehabt hätten :D

Tag 24: Christmas in Christchurch

Der 24. Dezember stand vor der Tür und somit auch Heiligabend. Am vorausgegangenen Abend hatten wir uns noch einen Gottesdienst herausgesucht, welcher um 11:30 Uhr beginnen sollten und so fuhren wir extra etwas früher los, um nicht zu spät zu kommen. Um punkt 11 Uhr kamen wir also an der St. Marys Church an. Glücklich, dass endlich mal nichts schief gelaufen ist, waren wir schon auf halbem Wege in die Kirche. Dann fiel uns auf: Die Kirche vor der wir standen war gar nicht die St. Marys Church. Nach einer kurzen Recherche war außerdem klar: Die richtige St. Marys Church lag auf der anderen Seite der Stadt. Nichts destotrotz machten wir uns wieder auf und fuhren so schnell wie möglich dorthin, um mit gerade einmal 15 Minuten Verspätung schließlich zu erscheinen. Dummerweise stellte sich das auch als falsch heraus. Der Gottesdienst hatte nämlich schon um 11:00 Uhr begonnen. Nach 5 Minuten Predigt, 8 Minuten Abendmahl und 2 Minuten Segen standen wir also schon wieder draußen auf der Straße.
Die richtige St. Marys Church
Ohne einen wirklichen Plan zu haben entschlossen wir uns also kurzerhand auf die Banks Peninsula zu fahren, oder genauer gesagt nach Akaroa, wo wir den Nachmittag in der Sonne genossen.

Mit Klavierbegleitung und Eis in Akaroa
Zum Abend hin fuhren wir wieder zurück in die Innenstadt. Um ca. 7:30 Uhr gingen wir dann im Fiddlesticks essen. Gut gesättigt hatten wir eigentlich noch vor in einen Pub oder ähnliches zu spazieren, lustigerweise blieben wir allerdings bei einem großen öffentlich Weihnachtssingen mit Orchester des YMCA Christchurch hängen. Dort kam bei uns allen mehr Weihnachtsstimmung auf als in den gesamten Tagen davor zusammen, daher waren wir alle froh dort anstatt in einem Pub zu sein.

Tag 25: Immer noch Christchurch

Den ersten Weihnachtsfeiertag, welcher übrigens der erste Tag in Neuseeland ist an dem überhaupt erst gefeiert wird, verbrachten wir hauptsächlich damit, mit Freunden und Verwandten zu skypen, daher gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu erzählen. Am Nachmittag wechselten wir noch unseren Campingplatz auf einen weiter südlichen, da wir nicht mehr davon ausgingen, dass Magda noch einen Whale-Watchingplatz in Kaikoura bekommt und wir somit schon etwas näher am Arthurs Pass sein wollten um nicht ganz so weit fahren zu müssen. Nichtsdestotrotz rief Magda noch einmal in Kaikoura an und wie durch ein Wunder gab es tatsächlich noch einen Platz in Delphinschwimmtour, welche ohnehin Magdas Favorit war. Kurzerhand änderten wir also unsere Route, sodass der Plan nun lautete, nach Kaikoura zu fahren und dann über den Lewis Pass wieder zurück an die Westküste zu fahren.

Tag 26: Von Christchurch nach Kaikoura - Erdbebenland

Am nächsten Morgen fuhren wir also recht früh los, da wir eine weite Strecke vor uns hatten. Den direkten Weg über den State Highway One konnten wir nämlich nicht nehmen, da durch das jüngste Erdbeben in dieser Region einige Straßen zerstört wurden. Der Weg nach Kaikoura selbst war also recht abenteuerlich, da man wirklich die ganze Zeit mir besonderer Vorsicht fahren musste.

Da Magdas Tour erst am nächsten Tag stattfinden sollte suchten wir uns noch einen schönen Campingplatz direkt an der Küste. Dort konnten wir sogar schon Delfine beobachten. Diese vollführten nämlich die akrobatischten Sprünge direkt vor unserer Nase. Dummerweise hatte ich aber, bevor ich ein Foto davon machen wollte, den Fokus auf Manuell gestellt. Da ich vergessen hatte diesen wieder auf Automatik zu stellen waren leider alle Fotos total verschwommen. Hier trotzdem nochmal eines der "Prachtexemplare".
Rot eingekreist der Delfin. Hätte ein echt gutes Foto werden können. Hätte!

Tag 27: Von Kaikoura nach Westport

Der nächste Tag begann auch wieder früh. Genauer gesagt so früh, dass wir sogar den Sonnenaufgang beobachten konnten. Allerdings musste man sich vehement gegen Sandflies verteidigen.
Der Sonnenaufgang aus dem Kofferraum

Müde aber mit Raid bewaffnet gegen einen Schwarm von Sandflies

In Kaikoura dann brachten wir Magda zunächst einmal zum Startpunkt ihrer Tour. Nachdem Magda abgefahren war, bummelten wir ein wenig durch die Stadt und setzten uns an den Strand um dort ein wenig in der Sonne zu entspannen. Nach ca. 2 Stunden holten wir Magda wieder ab, welche mit einem Grinsen bis über beide Ohren auf uns wartete; die Tour schien also sehr gut gewesen zu sein. (Hier noch ein paar Bilder von Magda)

Den Rest des Tages verbrachten wir damit, die 320 km bis nach Westport zu fahren, da die Straßen zurück nach Picton alle gesperrt waren und wir somit über die Westküste zurückfahren mussten.

Tag 28: Karamea & Oparara Basin

 Nach einer weiteren Nacht in Westport machten wir uns am nächsten Morgen auf um nach Karamea und zum Oparara Basin zu fahren. Dort steht nämlich, neben unzähligen weiteren Limestone-Formationen, der größte Limestone-Bogen der südlichen Hemisphäre. So unternahmen wir also mehrere Wanderungen in der Region, bevor wir am späten Nachmittag noch eine historische Minenstädte besuchten.









So damit wäre dann auch von der vierten Woche des Travelmonths berichtet. Woche 5 kommt dann hoffentlich ein wenig früher :D
Bis dahin!