Donnerstag, 19. Januar 2017

Travelmonth Woche 4

Nach einer etwas längeren, nun ja nennen wir es mal "künstlerische Pause", hier nun endlich die lang erwartete vierte Woche unseres Travelmonths.

Tag 22: Auf dem Weg nach Christchurch

Nach einigen entspannten Tagen am Lake Tekapo, ging es nun für uns weiter in Richtung Christchurch. Auf unserem Weg dorthin stoppten wir an einigen interessanten Stellen der südlichen Canterbury-Region. Eine davon war zum Beispiel der Peel-Forest. In diesem knapp 8 Quadratkilometer großen Wald gibt es unzählige Wanderwege, welche allerdings bis zu 10 Stunden Laufzeit benötigen. Da wir allerdings recht knapp an Zeit waren entschlossen wir uns den kürzesten Weg zu einem der größten Bäume Neuseelands zu laufen.
Der "Big Tree" macht seinem Namen alle Ehre
Danach ging es weiter nach Geraldine, wo wir unserem (seit neuestem) Lieblingssoßenhersteller Barkers (keine Schleichwerbung :D) noch einen Besuch abstatteten, und natürlich auch bei passender Gelegenheit die Gunst des Werksverkaufs ausnutzten. Schlussendlich ging es weiter nach Christchurch. Dort angekommen fuhren wir zunächst einmal in die Innenstadt, um uns dort ein Bild von den Auswirkungen des 2011-Erdbebens zu machen und außerdem Quake-City zu besuchen, ein Museum, welches ganz den Erdbeben der Jahre 2010 und 2011 und deren Auswirkungen gewidmet ist. (Kleine Anmerkung: Die oben erwähnten Erdbeben gehören zu den stärksten und folgenreichsten, die Christchurch jemals erlebt hat. Nahezu die gesamte Innenstadt wurde entweder zerstört oder beschädigt. Selbst jetzt noch, also 5 bzw. 6 Jahre später lassen sich die Folgen noch deutlich sehen.)


Spuren des 2011-Erdbebens

Spuren des 2011-Erdbebens

Tag 23: Christchurch


Den nächsten Tag nutzten wir dazu, Christchurch etwas mehr zu erkunden. So wurden zum Beispiel die botanischen Gärten besichtigt, wir statteten einer der Buchhandlungen einen Besuch ab und wanderten einfach ein bisschen durch die Straßen Christchurch. Dabei fiel einem immer wieder der Kontrast zwischen bereits wiederaufgebauten Stadtteilen und noch in Trümmern liegenden auf. Abgesehen davon machten wir uns auch noch auf die Suche nach einem schönen Restaurant, in welchem wir am nächsten Tag zu Heiligabend essen gehen wollten. Alles in allem also ein recht beschaulicher und entspannter Tag. Es gab da nur ein Problem. Parken. Da wir natürlich zu geizig waren ein kostenpflichtiges Parkticket zu lösen, stellten wir uns in ein Parkhaus, in welchem man 2 Stunden gratis parken konnte. Unglücklicherweise verbrachten wir ca. 6 Stunden in der Stadt. Dies hatte zur Folge, dass alle zwei Stunden einer von uns zum Auto laufen, und dieses umparken musste. Wäre ja auch zu schade gewesen, wenn wir mal keinen Stress gehabt hätten :D

Tag 24: Christmas in Christchurch

Der 24. Dezember stand vor der Tür und somit auch Heiligabend. Am vorausgegangenen Abend hatten wir uns noch einen Gottesdienst herausgesucht, welcher um 11:30 Uhr beginnen sollten und so fuhren wir extra etwas früher los, um nicht zu spät zu kommen. Um punkt 11 Uhr kamen wir also an der St. Marys Church an. Glücklich, dass endlich mal nichts schief gelaufen ist, waren wir schon auf halbem Wege in die Kirche. Dann fiel uns auf: Die Kirche vor der wir standen war gar nicht die St. Marys Church. Nach einer kurzen Recherche war außerdem klar: Die richtige St. Marys Church lag auf der anderen Seite der Stadt. Nichts destotrotz machten wir uns wieder auf und fuhren so schnell wie möglich dorthin, um mit gerade einmal 15 Minuten Verspätung schließlich zu erscheinen. Dummerweise stellte sich das auch als falsch heraus. Der Gottesdienst hatte nämlich schon um 11:00 Uhr begonnen. Nach 5 Minuten Predigt, 8 Minuten Abendmahl und 2 Minuten Segen standen wir also schon wieder draußen auf der Straße.
Die richtige St. Marys Church
Ohne einen wirklichen Plan zu haben entschlossen wir uns also kurzerhand auf die Banks Peninsula zu fahren, oder genauer gesagt nach Akaroa, wo wir den Nachmittag in der Sonne genossen.

Mit Klavierbegleitung und Eis in Akaroa
Zum Abend hin fuhren wir wieder zurück in die Innenstadt. Um ca. 7:30 Uhr gingen wir dann im Fiddlesticks essen. Gut gesättigt hatten wir eigentlich noch vor in einen Pub oder ähnliches zu spazieren, lustigerweise blieben wir allerdings bei einem großen öffentlich Weihnachtssingen mit Orchester des YMCA Christchurch hängen. Dort kam bei uns allen mehr Weihnachtsstimmung auf als in den gesamten Tagen davor zusammen, daher waren wir alle froh dort anstatt in einem Pub zu sein.

Tag 25: Immer noch Christchurch

Den ersten Weihnachtsfeiertag, welcher übrigens der erste Tag in Neuseeland ist an dem überhaupt erst gefeiert wird, verbrachten wir hauptsächlich damit, mit Freunden und Verwandten zu skypen, daher gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu erzählen. Am Nachmittag wechselten wir noch unseren Campingplatz auf einen weiter südlichen, da wir nicht mehr davon ausgingen, dass Magda noch einen Whale-Watchingplatz in Kaikoura bekommt und wir somit schon etwas näher am Arthurs Pass sein wollten um nicht ganz so weit fahren zu müssen. Nichtsdestotrotz rief Magda noch einmal in Kaikoura an und wie durch ein Wunder gab es tatsächlich noch einen Platz in Delphinschwimmtour, welche ohnehin Magdas Favorit war. Kurzerhand änderten wir also unsere Route, sodass der Plan nun lautete, nach Kaikoura zu fahren und dann über den Lewis Pass wieder zurück an die Westküste zu fahren.

Tag 26: Von Christchurch nach Kaikoura - Erdbebenland

Am nächsten Morgen fuhren wir also recht früh los, da wir eine weite Strecke vor uns hatten. Den direkten Weg über den State Highway One konnten wir nämlich nicht nehmen, da durch das jüngste Erdbeben in dieser Region einige Straßen zerstört wurden. Der Weg nach Kaikoura selbst war also recht abenteuerlich, da man wirklich die ganze Zeit mir besonderer Vorsicht fahren musste.

Da Magdas Tour erst am nächsten Tag stattfinden sollte suchten wir uns noch einen schönen Campingplatz direkt an der Küste. Dort konnten wir sogar schon Delfine beobachten. Diese vollführten nämlich die akrobatischten Sprünge direkt vor unserer Nase. Dummerweise hatte ich aber, bevor ich ein Foto davon machen wollte, den Fokus auf Manuell gestellt. Da ich vergessen hatte diesen wieder auf Automatik zu stellen waren leider alle Fotos total verschwommen. Hier trotzdem nochmal eines der "Prachtexemplare".
Rot eingekreist der Delfin. Hätte ein echt gutes Foto werden können. Hätte!

Tag 27: Von Kaikoura nach Westport

Der nächste Tag begann auch wieder früh. Genauer gesagt so früh, dass wir sogar den Sonnenaufgang beobachten konnten. Allerdings musste man sich vehement gegen Sandflies verteidigen.
Der Sonnenaufgang aus dem Kofferraum

Müde aber mit Raid bewaffnet gegen einen Schwarm von Sandflies

In Kaikoura dann brachten wir Magda zunächst einmal zum Startpunkt ihrer Tour. Nachdem Magda abgefahren war, bummelten wir ein wenig durch die Stadt und setzten uns an den Strand um dort ein wenig in der Sonne zu entspannen. Nach ca. 2 Stunden holten wir Magda wieder ab, welche mit einem Grinsen bis über beide Ohren auf uns wartete; die Tour schien also sehr gut gewesen zu sein. (Hier noch ein paar Bilder von Magda)

Den Rest des Tages verbrachten wir damit, die 320 km bis nach Westport zu fahren, da die Straßen zurück nach Picton alle gesperrt waren und wir somit über die Westküste zurückfahren mussten.

Tag 28: Karamea & Oparara Basin

 Nach einer weiteren Nacht in Westport machten wir uns am nächsten Morgen auf um nach Karamea und zum Oparara Basin zu fahren. Dort steht nämlich, neben unzähligen weiteren Limestone-Formationen, der größte Limestone-Bogen der südlichen Hemisphäre. So unternahmen wir also mehrere Wanderungen in der Region, bevor wir am späten Nachmittag noch eine historische Minenstädte besuchten.









So damit wäre dann auch von der vierten Woche des Travelmonths berichtet. Woche 5 kommt dann hoffentlich ein wenig früher :D
Bis dahin!

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Travelmonth Woche 3

Und hier die dritte Woche unseres Reisemonats.
Tag 15: Der Milford Sound
Am 15.12.2016 ging es für uns dann zum Milford Sound. Um die Touristenmassen zu vermeiden, buchten wir die früheste Bootstour, die es gab. Das hieß allerdings für uns wiederum um 5:00 Uhr aufzustehen, damit wir pünktlich um 9:00 Uhr am Milford Sound waren und unsere Bootstour in Angriff zu nehmen. Wie schon im Wetterbericht vom Vortag angekündigt, war das Wetter nicht gerade rosig. Als unsere Bootstour jedoch begann, riss auf einmal der Himmer auf und abgesehen von einem ziemlich starken Wind gab es nichts worüber man sich beschweren konnte. Erst gegen Ende der Tour schlug das Wetter wieder um, dann entlud es sich jedoch mit seiner ganzen Gewalt (Hagel, starker Wind, etc.). Die Tour an sich war deutlich schöner als ich gedacht hätte und da es die Tage zuvor häufig geregnet hatte, konnten wir viel mehr Wasserfälle als an einem "gewöhnlichen" Tag beobachten.

Nachdem wir unsere Bootsfahrt beendet hatten, bei der wir übrigens auch das ein oder andere gelernt hatten (Der Milford Sound ist nämlich zum Beispiel gar kein Sound, sonder ein Fjord :D), machten wir uns wieder auf den Weg zurück in Richtung State Highway 6. Dort, oder besser gesagt in einem Ort namens Lumsden, sollte es nämlich einen sogenannten Freedom-Campingplatz geben, also einen Campingplatz auf welchem man umsonst übernachten kann. Der auf dem wir waren, wurde von der Stadt Lumsden bereitgestellt und war tatsächlich vollständig kostenfrei (meiner Meinung nach eine ziemlich coole Sache :D). Zum Abend hin gingen Conny und ich noch einmal schwimmen, bevor wir unter eher schwierigen bzw. "windigen" (<- Hahaha) Bedingungen mit unseren Gaskochern noch ein mehr oder weniger genießbares Essen hinzauberten (Es gab verkochten Nudelbrei mit Tomatensoße).
    Tag 16: Von Lumsden nach Invercargill, bis in die Catlins
Der sechzehnte Tag war wiederum wieder eher ereignisarm. Gegen 10:00 Uhr fuhren wir in Lumsden los und unser erster Stop war Invercargill, eine von Neuseelands größeren, aber auch unübersichtlicheren Städten. Dort stockten wir unsere Essens- und Benzinvorräte wieder auf, da wir planten in die Catlins zu fahren, einem eher etwas wilderen Teil der neuseeländischen Südinsel. Uns erster Halt dort war der Waipapa Point, ein Leuchtturm, vor welchem vor einiger Zeit Neuseelands schwerstes Schiffsunglück geschehen ist. Bei dem Wind und dem Wellengang, der dort herrschte war es allerdings auch nicht wirklich schwierig sich das vorzustellen.
Der Waipapa Point
Nachdem wir dort eine Weile spazieren gegangen waren und die Kräfte der Natur auf uns einwirken haben lassen, war unser Plan noch zum Slope Point, dem südlichsten Punkt der neuseeländischen Südinsel zu fahren und danach auf einem nahe gelegenen Campingplatz zu übernachten. Da wir allerdings zuerst zu letzterem gefahren sind und dort feststellten, dass es nur wenige sichere Plätze gab (auf den anderen bestand die Gefahr stecken zu bleiben, da es dort zu schlammig war) verschoben wir den Slope Point auf den nächsten Tag und erklärten den Tag für beendet.
    Tag 17: Die Catlins
Den nächsten Tag nutzten wir dann komplett dazu, die Catlins zu erkunden. Gestartet sind wir, wie am Vortag beschlossen am Slope Point. Dieser war an sich recht karg, aber dennoch war es irgendwie ein seltsames Gefühl näher am Südpol als am Equator zu sein.
 Danach ginge es weiter zum Curio Bay, eine archäologisch sehr wertvolle Stätte, da es dort einen versteinerten Wald gibt, den man jeweils bis zu zwei Stunden vor und nach der Ebbe begehen kann. Dieses Phänomen scheint wohl sehr selten zu sein, da der Wald wohl innerhalb weniger Wochen vollständig versteinert sein muss, da sonst der Verwesungsprozess bereits einsetzt.
Der versteinerte Wald
 Nachdem wir also durch eben jenen Wald gelaufen sind ging es weiter bis zum Nugget Point, nicht jedoch ohne einen Stopp bei Neuseeland's Niagara Falls. In  der Beschreibung dieser hieß es, dass sie eine der kleinsten Wasserfälle der Welt sind. Wie man sich vielleicht schon denken kann waren diese also ein Witz. Im Grunde  standen wir (staunend natürlich) vor einem Bach mit einem Stein, über den Wasser floß. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Info-Center in Invercargill für diesen unglaublichen Scherz. War ein super Gag :D
Im Hintergrund die unglaublichen Niagara Falls (NZ)
Die Nugget Points hingegen lohnten sich wieder. Auch hier stand wieder ein Leuchturm, dieses mal vor einer beeindruckenden im Wasser stehenden Felsformation.
Sicht vom Nugget Point
Der Nugget Point
Schlussendlich entschieden wir uns noch dazu, bis nach Dunedin weiterzufahren, um dort die Nacht zu verbringen, da wir den nächsten Tag vollständig nutzen wollten um die Stadt zu erkunden. Letzen Endes strandeten wir auf einer Pferderennbahn, die für 10$ das Auto einen Stellplatz und saubere Toilettenanlagen anbot, nachdem wir auf unserem ursprünglich geplanten Campingplatz keinen Platz für zwei Autos mehr gefunden hatten.
    Tag 18: Dunedin
Am Morgen sprangen wir also wieder alle in unsere Autos und machten als erstes Halt um eine sehr schöne Kirche zu besichtigen. Danach ging es weiter ins Stadtzentrum, wo wir unser Auto abstellten und uns auf machten, um die Stadt per Fuß zu erkunden. Zunächst besichtigten wir den (alten) Bahnhof Dunedins, welcher einer der größten und "prächtigsten" in Neuseeland war. Das Innere von diesem wurde dieser Behauptung in vollem Maße gerecht, da es eher aussah, wie das Innere eines Palastes mit Mosaikböden und bunten Fenstern.
Im Inneren des Bahnhofs
. Auf das Drängen von manchen Personen aus unserer Reisegruppe (Laura) nahmen wir danach auf einer Führung bei Cadbury's teil, Neuseeland's größtem Schokoladenhersteller (irgendwie scheint Dunedin viel von Neuseeland's bestem zu haben :D). Die Führung an sich war interessant, nur durften wir leider Fotos machen, noch wirklich die Schokoladenherstellung beobachten.  Zum Abschluss des Tages gingen wir dann noch in die öffentliche Kunstgalerie Dunedins und von dort auf direktem Wege zum Schwimmbad, um dort noch ein paar Bahnen zu drehen. Gegen Abend kehrten wir zu unserem Campingplatz an der Pferderennbahn zurück, da es für diesen Preis fast keinen besseren in der Nähe gab und wir außerdem nicht das erneute Risiko einer Stellplatzsuche auf uns nehmen wollten.
    Tag 19:    Fahren, Oamaru, fahren, Elephant Rocks, fahren und Omarama
Wie man dem Titel vielleicht schon erleben kann stand der heutige Tag größtenteils im Zeichen des Fahrens, da wir möglichst nahe an den Mount Cook herankommen wollten. Nichtsdestotrotz ließen wir uns zu ein paar Zwischenstopps hinreißen, der erste davon war an den Moeraki Boulders, einer Steinkugelformation, von der keiner wirklich weiß, wie diese entstanden ist.
Auf den Moeraki Boulders
Der zweite war in Oamaru. Die Stadt selbst war bis jetzt eine der schönsten Städte, die ich in Neuseeland gesehen habe, da sie im viktorianischen Stil gebaut war und man sich somit ins frühe 19. Jahrhundert zurückgesetzt fühlte. . Nach einem kurzen Stadtbummel, während welchem wir in die unterschiedlichsten kleinen und charmanten Läden spaziert sind, lieferten wir dem Steampunk Headquarter noch einen Besuch ab. Steampunk, so erklärte uns Magda, ist eine Art futuristische, post-apokalyptische Kunstrichtung, die sich die Welt ausmalt wie sie wäre, wenn es keine Elektrizität, sondern nur Dampfkraft geben würde. Dazu werden alte Teile aus Dampfmaschinen und ähnlichem zu unterschiedlichen Kunstwerken verbaut und durch eine Ausstellung von eben jenem sind wir dann gelaufen (sehr kompliziert erklärt, ich weiß :D Wikipedia kann's wahrscheinlich besser). Die Ausstellung war sehr interessant aufgebaut und ein Erlebnis, dass ich so noch nicht hatte. Nichtsdestotrotz fuhren wir danach weiter bis zu den Elephant Rocks, einer Steinformation, bei welcher wohl der erste Narnia-Film gedreht wurde.
Die Elephant Rocks
 Nachdem wir auch dort eine Weile verbracht hatten fuhren wir noch weiter bis nach Omarama, wo wir aktuell auf einem freien Campingplatz in einer sehr schönen Umgebung stehen und den Tag entspannt ausklingen lassen, da es morgen schon früh wieder losgehen sollte.
      Tag 20: Aoraki/Mt.Cook
Der heutige Tag begann für uns mal wieder sehr früh. Um genauer zu sein um 4:30 Uhr. Unser Plan war nämlich, während des Sonnenaufgangs zum Mt.Cook zu fahren, um dann dort mit der Morgensonne ein wenig herumzuwandern. Die Straße zum Mt.Cook ließ sich so früh morgens wirklich sehr gut fahren, da fast keine anderen Menschen unterwegs waren und zudem hatten wir unglaubliches Glück mit dem Wetter, da man den Berg so klar sehen konnte, wie an nur wenigen Tagen im Jahr.
Unterwegs zum Mt. Cook
Im Mt.Cook-Village angekommen entschieden wir uns also dazu den Hooker-Valley-Track zu laufen, da das Wandern auf dem Berg nur mit geführten Touren oder der Genehmigung des DOC (Department of Conservation) möglich war. Der Weg führte uns durch ein, von einem nahe gelegenen Gletscher gegrabenes Tal hindurch, über mehrere Hängebrücken, bis zu einem Spiegelsee, direkt vor dem Mt.Cook. Die Aussicht war einfach unglaublich und dass der See selbst auch noch mit Eisschollen gespickt war, trug noch ein wenig zur Dramatik der Szenerie bei.
Auf dem Wanderweg

Am Ziel angekommen
 Nachdem wir also unser Mittagessen gegessen hatten entschieden wir uns dazu noch ein wenig das Ufer des Sees entlangzuspazieren, ich selbst bin noch auf einen kleinen Felsen geklettert, der etwas im See lag. Dort vollführte ich dann die dümmste Aktion seit langem.
Ich, noch unwissend über meine spätere Dummheit
Beim Herunterklettern fiel mir nämlich mein Handy aus der Tasche und auf direktem Wege in eben jenen See. Da dieser zu allem Überfluss auch noch sehr milchig war, konnte man auch nicht auf den Grund sehen. Das hieß ich durfte fischen gehen, im eiskalten Wasser. Glücklicherweise waren auch noch Conny und Laura mit dabei (danke noch einmal!), die mir nicht nur beim Suchen halfen, sondern zum Beispiel auch feststellten, dass ich überhaupt nicht an der richtigen Stelle suche. Nach ca. 3 Minuten hatte Conny dann schließlich mein Handy in der Hand. Und aus irgend einem Grund funktionierte es sogar noch. Um sicher zu gehen ließ ich es dann aber noch für einen halben Tag im Reis liegen, dann lief es jedoch wieder genauso wie zuvor. Nachdem wir also unsere Wanderung am Mt. Cook beendet hatten, fuhren wir noch weiter bis zum Lake Tekapo. Dort besuchten wir noch die "Church of the good Shepherd", bevor wir uns auf unseren Campingplatz zurückzogen und hofften, dass der Himmel während der Nacht klar bleibt (am Lake Tekapo gibt es nämlich einen der wohl schönsten Sternenhimmel der südlichen Halbkugel). Leider war das nicht der Fall, weswegen wir unsere Hoffnungen einfach in die nächste Nacht setzten.
Auf dem Weg zurück

The Church of the good Shepherd
     Tag 21: Lake Tekapo
Der darauf folgenden Tag stand hauptsächlich im Zeichen der Entspannung, was auch der Grund ist, warum es nicht sonderlich viel darüber zu berichten gibt. Zunächst schliefen wir aus, bevor wir dann alle spontanen Aktivitäten nachgingen. Conny und ich gingen zum Beispiel joggen und später dann noch schwimmen, Magda laß ein Buch und Laura laß auch zunächst noch, bevor sie ebenfalls zum Schwimmen mitkam. Die großen Hoffnungen, die wir in die nächste Nacht gesetzt hatten wurden allerdings leider schon wieder enttäuscht, so dass es auch dieses mal keinen Sternenhimmel zu beobachten gab.

Samstag, 24. Dezember 2016

Travelmonth Woche 2

Und weiter geht es im Takt mit der zweiten Woche unseres Travelmonths.

   Tag 8: Franz-Josef & Fox
Am 08.12.2016 war es dann endlich so weit: Unser erster Skydive stand an. Mit einem doch etwas flauen Gefühl in der Magengegend fuhren wir alle nach Franz Josef, denn von dort sollten wir zum Flughafen gefahren werden an welchem der Flieger schon auf uns wartete. Magda, die sich gegen den Sprung entschieden hatte verließ uns dann um ins Wildlife Centre zu fahren, jedoch nicht ohne uns vorher noch ein paar aufmunternde Worte dazulassen ("Ich organisiere euch auch 'ne schöne Beerdigung"). Sobald wir jedoch einmal eingewiesen worden waren und das Flugzeug sich in der Luft befand, war die Anspannung nahezu wie weggewischt. Das einzige Mal, dass man noch gezweifelt hatte war, als die Tür das erste Mal geöffnet wurde und man aus 16000 Fuß (ca. 5 km wenn mich nicht alles irrt) in die Tiefe geblickt hat. Der Sprung an sich war jedoch einfach unglaublich und nicht wirklich mit Worten zu beschreiben. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Da unser Sprung am frühen Morgen stattfand hatten wir danach noch genügend Zeit den nahe gelegenen Gletscher näher zu betrachten und sogar noch bis nach Fox weiterzufahren und dort den Lake Matheson zu erkunden.

Gegen Abend sind wir dann noch zu einem Campingplatz nahe des Gillespie's Beach gefahren. Dort am Strand konnten wir dann auch den Sonnenuntergang beobachten, den wir uns in Hokitika am Sunset Point gewünscht haben.


  Tag 9: Auf nach Haast
Am nächsten Tag war dann das Wetter schon wieder deutlich schlechter. Allerdings schreckte das uns nicht davon ab weiter bis nach Haast zu fahren.
 Zunächst stießen wir bis zum Jackson Point vor, welcher so ziemlich der südlichste Punkt in der Haast-Region ist, den man mit dem Auto erreichen kann. Dort liefen wir einen kurzen Weg entlang, der uns zu einem kleinen Strand führte, an welchem jedoch so viele Sandflies auf uns warteten, dass wir nach einer relativ kurzen Zeit diesen relativ bald wieder verließen. Da das Wetter beständig schlechter wurde entschlossen wir uns, anstelle von weiteren kurzen Walks doch lieber in einem kleinen Imbiss Whitebaits zu probieren (ein recht populärer Fisch, von dem alle irgendwie schwärmen). Letzendlich war es nur ich, der sich tatsächlich Whitebait bestellte, da die anderen der doch recht stattliche Preis von 36$ die Portion abschreckte. Die anderen bestellten sich stattdessen Fish&Chips, letzendlich haben wir aber alles mehr oder weniger geteilt. Nachdem wir alle den Fisch probiert hatten kamen wir mehr oder weniger zu dem selben Fazit: "Nicht schlecht, aber nicht zwingend 36$ wert.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann alle auf dem Campingplatz, Conny und ich gingen noch joggen und zur Feier des Tages durfte ich dann noch 6$ für den Trockner ausgeben, da es, kurz nachdem ich meine Wäsche fertig gewaschen hatte, anfing zu regnen.

    Tag 10: Von Haast nach Wanaka
Am Morgen des zehnten Tages stiegen wir zunächst im Regen in unser Auto und machten uns auf Richtung Wanaka. Dazu mussten wir über den Haast-Pass die Berge der Südalpen hinauf und vom Lake Hawea und Lake Wanaka flankiert wieder hinunter fahren. Diese Strecke war meiner Meinung nach die bislang schönste, die ich bis jetzt in Neuseeland gefahren bin. Sobald wir die Berge überquert hatten besserte sich das Wetter nämlich schlagartig und es eröffnete sich uns die ganze Schönheit der beiden von Bergen eingerahmten Seen.


Von der langen Fahrt geschafft suchten wir uns in Wanaka recht bald einen Campingplatz. Dieser war letzendlich auf dem Gelände eines Cricketclubs gelegen und in einer recht entspannten Atmosphäre ließen wir den Tag in der Sonne ausklingen.

    Tag 11: Noch einmal Wanaka
Am darauf folgenden Tag verließen wir das Gelände des Cricketclubs mit dem Vorhaben die nächste Nacht wieder dort und den heutigen Tag in Wanaka zu verbringen. Wir machten uns also auf, die verschiedenen Highlights der Stadt zu erkunden. Unser erster Stop war Mt. Iron. Die Spitze von diesem erreichten wir nach ca. einer Stunde und uns bot sich ein wirklich lohnenswerter Ausblick auf den See und die Stadt.

Unser nächster Halt sollte ein berühmter .... Baum werden. Dieser steht nämlich vollständig im See und ist ein gern genutztes Fotomotiv (vor allem für Instagram :D) Auf dem Weg  dorthin wurden wir jedoch vom Charme eines kleinen Marktes angelockt, der in der Nähe der Promenade stattfand. Gekauft haben wir dort zwar letzten Endes nichts aber die unterschiedlichen Stände waren trotzdem sehr interessant. Nachdem wir unseren Baum besucht hatten, nahmen wir noch an einer Weinverkostung teil (oder besser gesagt nahmen Conny und Laura teil, Magda und ich konnten als Fahrer nämlich nichts trinken). Guter Laune und ohne böse Vorahnungen machten wir uns also auf den Weg zurück zum Cricketclub. Dort angekommen stellten wir unser Auto ab und wollten uns gerade auf den Weg zum Bezahlen gemacht, als der sehr freundliche Platzwart auf uns zukam und uns mit äußerst netten Worten darauf hinwies, dass wir zahlen müssen bevor wir parken ( <- Das, meine lieben Leser, ist übrigens Ironie). Als wir sagten, dass wir vor ca. 10 Sekunden erst angekommen sind, verwies er uns des Platzes. Nett! Für uns hieß das also zurück in die Autos und einen neuen Campingplatz suchen. Den fanden wir dann in der Nachbarstatt Alberttown und nach einem kleinen Abendspaziergang gingen wir alle ins Bett, da es am nächsten Tag für uns sehr früh losgehen sollte.

    Tag 12: Und noch einmal Wanaka (und Queenstown)
Genauer gesagt um 3:30 Uhr am Morgen. Da ging nämlich unser Wecker. Der simple Grund dafür war, dass wir uns am vorangegangenen Tag die fixe Idee in den Kopf gesetzt haben beim Sonnenaufgang auf dem Roy's Peak (1578m) zu sein einer der Berge, die den Lake Wanaka umgeben. Also standen wir alle um 4:45 Uhr am Fuße des Berges und machten uns mit Taschenlampen im Dunkeln auf den Weg zur Spitze. Nach ca. einer Stunde ging dann langsam die Sonne auf und kurz vor dem Gipfel war dann die gesamte Seite des Berges in das Licht der Morgensonne getaucht.


Gegen 8:00 Uhr waren wir dann auf der Spitze und nach einem kalten (oben wehte eine kräftige Brise) Brunch (für manche war es Breakfast, für manche Lunch) ging es für uns wieder hinunter. Nach über einer Stunde dauerhaft bergab laufen waren wir nicht nur wieder auf dem Parkplatz angekommen, sonder auch unsere Knie gut geschunden. Um 11:00 Uhr stiegen wir wieder in die Autos, da wir es noch bis nach Queenstown schaffen wollten. Der Weg dorthin war jedoch kürzer als gedacht und führte uns wieder einmal durch eine traumhafte Berglandschaft mit üppigen Blumenwiesen an den Seiten hindurch (sehr poetisch, ich weiß :D). Dort angekommen erkundeten wir noch ein wenig die Stadt und gingen ins Schwimmbad, bevor wir wieder aus der Stadt heraus- und zu unserem Campingplatz gefahren sind, wo wir, geschafft von der Wanderung und dem frühen Aufstehen den Tag bald für beendet erklärten und uns ins Bett legten.
     
  Tag 13: Queenstown again
Der nächste Tag in Queenstown stand an und wir hatten eigentlich auch schon einen sehr genauen Plan davon, wie er ablaufen sollte. Um ca. 11:00 Uhr wollten wir uns mit Jasi, einer Freundin von Laura treffen. Zusammen sind wir dann auf einen Berg/Hügel nahe des Stadtzentrums gelaufen. Zwar hätten wir auch die Gondel nehmen können, aber dann hätte uns ja der sportliche Anteil des Tages gefehlt (und der finanzielle Part hat vielleicht auch eine kleine Rolle gespielt). Nachdem wir oben die gute Aussicht für einen kleinen Augenblick genossen haben, wollten wir eigentlich mit der Sommerrodelbahn wieder nach unten fahren. Unglücklicherweise mussten wir aber feststellen, dass diese gar nicht bis nach unten führte, daher machten wir uns auf den Weg wieder nach unten. Nachdem wir uns noch ein wenig unterhalten hatten, verabschiedeten wir uns von Jasi und machten uns auf ins Stadtzentrum, um dort nach etwas zu essen und einer Badehose für mich zu suchen. Tatsächlich hatten wir mit beidem Erfolg und so machten wir uns nach einer leckeren Pizza und mit einer neuen Badehose, noch auf den Weg, um die Stadt weiter per Fuß zu erkunden. Neben den botanischen Gärten und einigen kleinen, aber schönen Läden, stolperten wir noch irgendwie in ein Geschäft mit dem Namen "The Winery". Hier konnte man für einen geringen Preis die unterschiedlichsten Weine probieren. Da wir dieses Mal nur mit einem Auto unterwegs waren (das andere hatten wir auf dem Campingplatz gelassen), musste dieses Mal nur Magda auf die Probe verzichten, was aber nach eigener Aussage für sie kein Problem war. Zum Abschluss des Abends suchten wir abermals das Schwimmbad auf und nachdem wir ein paar Runden gedreht hatten begaben wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Campingplatz.
   
  Tag 14: Der weite Weg nach Te Anau
Letzendlich war dieser zwar gar nicht so lang wie gedacht, aber ein paar Stunden mussten wir trotzdem im Auto sitzen. Über diesen Tag gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu berichten. Das Wetter wurde wieder schlechter und nach einer mehr oder weniger langen Autofahrt kamen wir in Te Anau an, da wir am nächsten Tag zum Milford Sound fahren wollten und die Strecke von Queenstown aus einfach zu weit gewesen wäre. In Te Anau selber schrieben wir uns eigentlich nur noch in einem etwas teureren Campingplatz ein, der aber sowohl Strom, als auch Wi-fi und eine gemütliche Lounge zur Verfügung stellte. Dann ging eigentlich jeder seinen persönlichen Angelegenheiten nach, ich zum Beispiel stellte meinen Blog für die erste Woche fertig und lud diesen hoch.